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    Pressemitteilung vom 27.03.2025

    Projekt mit Strahlkraft: Gradierwerk im Kurpark wird Teil des klimaneutralen Energiekonzepts für die Salztherme Lüneburg

    HANSESTADT LÜNEBURG. – Mit dem Schwarzdornreisig, das inzwischen vollständig eingebaut ist, bietet das Gradierwerk im Lüneburger Kurpark wieder nahezu den gewohnten und bei vielen Menschen beliebten Anblick. Noch ist das Denkmal jedoch eingerüstet. Aktuell geht es mit Holzarbeiten für den Treppenturm und das künftige Dach des Gradierwerks weiter. 

    Seit September 2024 wird das Gradierwerk in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert. Im Laufe des Juni dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Baugerüst wird wieder verschwinden.

    „Bald weht wieder eine frische Meeresbrise im Kurpark, wenn die Sanierung des Gradierwerks abgeschlossen ist“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Sie betont: „Ich bin froh, dass es der SALVA GmbH gelungen ist, das Gradierwerk zu sanieren und es in ein klimaneutrales Energiekonzept einzubinden. Das ist ein einzigartiges ökologisches und innovatives Projekt mit bundesweiter Strahlkraft.“

    Klimaneutrales Energiekonzept für die Salztherme Lüneburg

    Auf dem Dach des Gradierwerks werden 102 Solarmodule in Form von Schindeln montiert, die künftig bis zu 25.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. Das berichtete Dirk Günther, Geschäftsführer der SALVA GmbH, die eigens für die Erschließung klimaneutraler Energiequellen für das Kurzentrum gegründet wurde. Er stellte im Lüneburger Wirtschaftsausschuss das klimaneutrale Energiekonzept für die Salztherme Lüneburg vor, das mehr als nur das Gradierwerk umfasst.

    „Rund 2.400 Quadratmeter Dachfläche des Kurzentrums werden mit vorzugsweise Photovoltaik-Thermie (PVT) ausgestattet“, erklärte Dirk Günther. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Energiekonzepts ist die Fortluft, also die Luft, die aus dem SaLü ins Freie geleitet wird. „Wir gehen davon aus, dass sich dadurch etwa 60 Prozent der Fernwärme ersetzen lassen“, so Günther.

    Erzeugte Wärme ausschließlich für Selbstversorgung des SaLü vorgesehen

    In einem ersten Schritt geht es um die Umsetzung dieser Energiequellen. Gleichzeitig soll die Evaluierung der tatsächlichen Energiegewinnung starten. In einem zweiten Schritt sollen die Ergebnisse der Evaluation analysiert werden. „Daraus ergibt sich, welche Erweiterung am sinnvollsten wäre – beispielsweise Außenluft-Wärmepumpen oder Geothermie“, erläuterte Dirk Günther.

    „Für diese erste Stufe liegen die Kosten bei weniger als drei Millionen Euro“, rechnet der SALVA-Geschäftsführer. Insgesamt stehen für die Wärmeerzeugungsanlagen inklusive der Sanierung des Gradierwerks 4,9 Millionen Euro zur Verfügung.

    Der SALVA-Geschäftsführer betonte in der Ausschusssitzung: „Die erzeugte Wärme ist ausschließlich für die Selbstversorgung des SaLü vorgesehen. Die SALVA GmbH wird nicht als Energiehändler auftreten.“

    Umsetzung für 2026 geplant

    Nachdem das Energiekonzept nun vorgestellt wurde, startet die Planungsphase, bis es voraussichtlich im Dezember dieses Jahres zur Ausschreibung kommt. Zwischen Mai und Dezember 2026 ist die Umsetzung geplant, bevor die PVT- und Fortluftanlagen planmäßig im ersten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden können.

    Info

    Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Dirk Günther, Geschäftsführer der SALVA GmbH, am neuen Reisig, das im Lüneburger Gradierwerk verbaut wurde.
    Foto: Hansestadt Lüneburg