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    Hermann Niemann

    1907 - 1940

    Hermann Niemann wurde am 8. Dezember 1882 in Lüneburg geboren und blieb seiner Heimatstadt ein Leben lang verbunden. Der gelernte Schuhmacher war politisch in der SPD und der Arbeitersportbewegung organisiert. So war er auch ein aktives Mitglied in der Freien Sportvereinigung Lüneburg (FSL), die am 6. Januar 1924 als erster Arbeiter-Fußballverein in Lüneburg gegründet wurde (heute: Lüneburger SV v. 1913 e.V. = LSV). 

    Als überzeugter Sozialdemokrat und erfahrener Lokalpolitiker war er nach 1933 ein entschiedener Gegner des NS-Regimes. Im Mai 1935 wurde er bei einer Flugblattaktion verhaftet und zu zwei Jahren „Zuchthaus“ verurteilt, damals die härteste Form einer Haftstrafe. Kaum entlassen, wurde er in Lüneburg am Bahnhof von der Gestapo abgefangen und in das KZ Sachsenhausen gebracht. Dort starb er am 3. März 1940. 

    Vergessen wurde Hermann Niemann aber nicht: 1949 errichteten sein Sportskameraden einen Gedenkstein für Ihn auf dem Sportplatz Pulverweg, der dann auch nach ihm benannt wurde. 2015 wurde vor seinem Wohnhaus in der Marcus-Heinemann-Str. 26 ein Stolperstein verlegt.

    Info

    Die Hermann-Niemann-Straße in Lüneburg. Foto: Hansestadt Lüneburg

    Quellenhinweise

    „Straßennamen“. Ausstellungstafeln zum 20. Juli 2014. Pädagogisches Projekt der IGS-Lüneburg. Gezeigt im Museum Lüneburg